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Das Projekt "Zahnärztliche Zweitmeinung" ist eine Initiative der
Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) und ihrer Dachorganisation, der
Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). KZVen und KZBV sind
Körperschaften des öffentlichen Rechts. Sie sind die Berufsvertretung
der ca. 55.000 Vertragszahnärzte in Deutschland. Ihre wichtigste Aufgabe
liegt darin, die flächendeckende zahnärztliche Versorgung in der
gesetzlichen Krankenversicherung sicherzustellen.
Grundidee des Zweitmeinungsmodells ist es, gesetzlich Krankenversicherte im
Entscheidungsprozess für eine Zahnersatztherapie zu unterstützen. Der
medizinisch-technische Fortschritt in der Zahnmedizin ist rasant. Für
viele Befunde gibt es eine wachsende Zahl von Therapiealternativen.
Natürlich können die Krankenkassen nicht jede mögliche Therapie
voll finanzieren. Sie übernehmen Kosten für eine im internationalen
Vergleich sehr gute Regelversorgung, individuelle Mehrleistungen trägt der
Versicherte selbst. Therapievielfalt und Selbstbeteiligung verstärken aber
das Bedürfnis der Patienten nach verlässlichen Informationen zur
Behandlung. Mit der Möglichkeit, eine neutrale, professionelle zweite
Meinung einholen zu können, soll Ihnen die Entscheidung über eine
Zahnersatzbehandlung erleichtert werden.
Die zahnärztliche Zweitmeinung soll auch Entwicklungen gegensteuern, die
aus zahnmedizinischer Sicht problematisch sind. Dazu zählt, dass sich
Patienten aufgrund von Informationsdefiziten oder aus reinen
Kostenerwägungen ohne hinreichende Prüfung für Billigangebote
bzw. Behandlungen im Ausland entscheiden, die mit finanziellen oder
gesundheitlichen Risiken einhergehen können. Dazu zählt auch die
Nutzung auktionsähnlicher Internetportale, in denen zahnmedizinische
Behandlungen auf der Basis schlecht vergleichbarer Angebote
"ersteigert" werden können. |
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